Wunschsendungen im Radio sind für Musikredakteure so ziemlich das Furchtbarste, was ihnen passieren kann. Der Programmdirektor erhofft sich einen besonderen Klang, aber die Hörer wünschen sich in den meisten Fällen die Titel, die es sowieso in der Rotation und damit täglich auf dem Sender gibt. Und wenn doch einmal ausgefallene Wünsche kommen, dann driften sie in unspielbare Sphären à la Kastelruther Spatzen versus Iron Maiden ab. Die eigenen Moderatoren oder die Tennisfreunde des Geschäftsführers stürmen die Musikredaktion, weil ihr persönliches Lieblingslied doch jetzt nach all den Jahren auch endlich einmal kommen könnte.
Die Redakteure manövrieren also zwischen dem Format, den unterschiedlichen Geschmäckern und der erwarteten Abwechslung in einer Wunschsendung und haben am Ende dennoch das Gefühl, es keinem recht gemacht zu haben.
Am Ende schafft man es meist dennoch, ein Programm zu gestalten, das Spitzen bietet und doch nicht aus dem Rahmen fällt. Der danach fällige zweiwöchige Urlaub für die Restauration des Nervenkostüms wird aber leider in der Regel abschlägig beschieden.
Sollte es jemals eine Lösung geben, die Hörerbeteiligung einfach und steuerbar macht, dem Hörer das Gefühl der Einflussnahme gewährt und eventuell sogar noch ein modernes Antlitz hat?
Anfang des Jahrtausends sollte Viva Plus der erste interaktive Musik-Fernsehsender werden. Bei „Get the Clip“ konnten Hörer per SMS über den nächsten Titel einer bestimmten Musikrichtung abstimmen. Die zu wählenden Titel wurden vorab von den Musikredakteuren herausgesucht. Das System war also hinter den Kulissen ein enormer Aufwand. Das Resultat war aber für damalige Zeiten ein großer Erfolg.
Vor einigen Monaten versuchte ein Anbieter aus den USA das Prozedere über Voting auf der Homepage der Sender zu realisieren. Bislang scheiterte das Vorhaben jedoch meist an den ganz individuellen Voraussetzungen, die Radiosender im strukturellen und technischen Bereich haben. Denn jeder Sender benutzt für seine Musikplanung und die Ausspielung verschiedenste Software, die leider nicht immer die Vernetzung zu anderen Systemen auf modernstem Niveau bietet.
Einen neuen Ansatz gibt es jetzt von MusicMaster. Die Musikplanungssoftware gilt als die meistgenutzte im deutschsprachigen Raum und ist über die ganze Welt verbreitet.
„MusicMaster Live“ heißt das Tool und setzt direkt auf der Datenbank und der Planungslogistik von MusicMaster auf. Die Software ist direkt mit MusicMaster aber auch mit dem Web verbunden und kommuniziert sogar in Echtzeit mit den meisten Automations und Play-out Systemen wie DABIS, DIGAS, DIRA, ZENON und anderen. Nur dadurch ist ein reibungsloser Ablauf aller Komponenten gegeben.
Und so geht‘s:
Der Musikredakteur lässt einfach ungeplante Stellen in seinem Sendeplan in MusicMaster offen. Auf diese reagiert „MusicMaster Live“ und eröffnet ein Voting mit einer definierten Anzahl von Titeln. Ob über einen Titel pro Stunde oder gar über jeden Titel im Programm abgestimmt wird, bei der Umsetzung gibt es keine Grenzen.
Was es bislang noch nicht gab und absolut einzigartig ist: Die Titel, die zur Wahl stehen, entsprechen allen Format-, Uhren- und Regelvorgaben aus der Musikplanungssoftware.
Der Hörer kann nun auf der Homepage des Senders, in der Sender-App auf dem iPhone und iPad oder auf facebook über die Titel abstimmen, aus denen der nächste Song gekürt wird. Button rauf oder runter - das Musikstück mit den meisten Pluspunkten macht das Rennen.
Kurz bevor der vorhergehende Titel zum Ende kommt, schließt „MusicMaster Live“ das Voting und informiert nicht nur MusicMaster sondern natürlich auch die Sendeautomation in Echtzeit über den nächsten Song.
Eine zentrale Rolle spielt natürlich der Moderator, der die Abstimmung im Live-Programm verkauft. Alternativ kann das durch Verpackungselemente in einem unmoderierten Stream übernommen werden. Und natürlich wird der Musikredakteur nicht überflüssig! Er trägt die Verantwortung dafür, dass der Hörer nach einer anfänglichen Zeit der Euphorie auch langfristig an den Votings teilnimmt.
Bestimmt macht es dem Nutzer keinen Spaß, immer nur über die gleichen drei Titel abstimmen zu dürfen. Im Idealfall findet er auch hier Überraschungen in musikalischer Form, die dann dank seiner Gunst auch den Weg ins Programm finden. Der Redakteur hat es allein durch die Auswahl der Titel in den Kategorien, den Einstellungen seines Regelwerks und der Uhren in MusicMaster in der Hand - es muss ja nicht gleich Marianne & Michael oder Motörhead sein.
Für den Sender gibt es übrigens noch einen dicken Bonus. Da für die Teilnahme am Voting ein Login erforderlich ist (geht zum Beispiel ganz einfach mit dem existierenden facebook-Zugang) sammeln sich im Backstage-Bereich jede Menge Daten über Abstimmungsverhalten und musikalische Präferenzen an. Ein echtes Win-Win-Tool.
Testen Sie „MusicMaster Live“ einfach selbst, auf einem PC, Mac, Tablet oder Smartphone unter der Test-Plattform:
http://beta.blendella.com.
Registrieren oder via facebook-Account einloggen, den nächsten Song wählen und mit Freunden um die Wette abstimmen.
Weitere Infos bei der On Air Digital GmbH unter
+49-30-859559-0 oder
contact@onair.de.