Hier sind die wichtigsten Punkte für interessante Geschichten
und Nachrichtenthemen:

Planung im Voraus

Viele Inhalte, die wir in den Nachrichten abbilden, kommen nicht wirklich überraschend auf die Agenda. Es sind wichtige Politik-Termine, Pressekonferenzen, wiederkehrende Statistiken, die als Meldungen in den Nachrichten auftauchen. Das gilt für Lokalradios genauso wie für landesweite oder bundesweite Programme. Wir dürfen uns in den Nachrichten nicht von anderen abhängig machen. Wir dürfen uns nicht von Terminen, Pressemitteilungen oder Agenturen abhängig machen.

Es lohnt sich aber, mindestens eine Woche im Voraus zu planen. Es kostet Zeit, es ist Arbeit aber es lohnt sich. Es geht darum, Ideen zu finden: Themen wollen wir von einer anderen Seite beleuchten. Wir wollen interessante Fakten recherchieren und Ansprechpartner finden, die wirklich etwas zu sagen haben. Planung bedeutet also nicht, einfach nur einen Termin zu kopieren oder wie früher in einen Tagesordner zu legen. Das ist keine Planung, das ist lediglich die Erstellung einer Tabelle. Entscheidend ist, schon frühzeitig die Idee zu haben, welchen Dreh eine Geschichte bekommen kann.

Termine werden zu Themen –
Themen werden zu Geschichten –

Geschichten bereichern
die Nachrichten

Wie also machen wir es konkret? Wir gucken uns an, welche Termine in der kommenden Woche anstehen. All diese Termine und Presseeinladungen stellen wir zusammen und lassen den Gedanken freien Lauf. Das klingt ein wenig abgehoben oder esoterisch, aber das ist genau das, was wir brauchen, um unsere Inhalte aufzuwerten – auch und gerade in den Nachrichten.

Ich persönlich bin ein Fan des Mindmappings. Mindmapping ist so einfach und intuitiv, dass es jeder kann. Eine Mindmap kann ein CvD für sich allein erstellen oder man macht es zu zweit oder in einer größeren Gruppe. Mitte der 1970er Jahre hat der britische Autor Tony Buzan die Idee des Mindmappings in Großbritannien bekannt gemacht. Er ist der Erfinder des Begriffs, sagt Wikipedia. Aber genau genommen ist das alles uralt: Mindmapping basiert auf einem Prinzip, das wir alle aus unserem Alltag kennen: “von Hölzchen auf Stöckchen kommen”.

Hier ist eine Mindmap aus einem Seminar, das einige Wochen zurückliegt:

Storytelling Mindmap

In der Mitte steht der Termin, um den es geht. In dem Beispiel ist es die “Weltklimakonferenz”. Die Frage an die Teilnehmer war ganz simpel: Was fällt Dir zum Begriff ein? Egal, was es ist, wir schreiben alles auf – wirklich alles! Innerhalb weniger Minuten hatten wir zig Ideen zusammengetragen. Einige Ideen lassen sich schnell recherchieren und umsetzen. Sie werden zu unseren interessanten und regionalen Drehs in Sachen Klimakonferenz. Andere Punkte auf der Mindmap sind schon wieder eigene Themen und Geschichten, die wir unabhängig von Klimakonferenzen umsetzen können.

Wir haben also innerhalb von Minuten so viel gesammelt, dass wir damit ganze Themenwochen bestücken könnten.

Es gibt sehr viel Mindmapping-Software. Einige Programme bringen tonnenweise Zusatzfunktionen mit, die wir gar nicht brauchen, wenn es um die reine Mindmap geht.

Mein Favorit ist coggle.it. Funktioniert in den gängigen Browsern und hat in der kostenlosen Version alles, was man braucht. Voraussetzung ist allerdings ein Google-Konto, was in einigen Redaktionen problematisch sein könnte. Freeplane ist eine kostenlose Alternative, bei der alle Dokumente lokal gespeichert werden. Es ist auch keine Registrierung erforderlich.

Hier gibt es eine Übersicht über die interessantesten Apps für’s Mindmapping.

Eine Warnung gibt es noch ganz zum Schluss: Mindmapping kann süchtig machen! Es ist wie ein Computer-Spiel. Aber, wenn wir am Ende bessere und interessantere Geschichten in unseren Nachrichten haben, hat es ja niemandem geschadet. Im Gegenteil: Der Hörer wird dankbar sein, dass wir mehr gemacht haben als nur die Agenturmeldung umzuschreiben oder die Pressemitteilung zu kürzen!

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