Typische Fehler von
Radiosendern auf Social Media-
Plattformen


Teil 1: Nicht authentisch sein!

Wenn Sie keinen authentischen Content für die einzelnen Social Media-Plattformen produzieren, können Sie Ihr Geld auch zum Fenster rausschmeißen. Anstatt passenden Content zu kreieren, schreiben wir gerne einfach Content um, den es schon on-Air gab. Oder wir sharen den gleichen Content auf allen Plattformen. Beides nicht die beste Lösung.

Was ist authentischer Content?
Authentischer Content passt genau auf eine bestimmte Plattform, denn er fühlt sich genauso an wie der ganze andere Content auf dieser Plattform und fügt sich gut in das Gesamtbild ein. Jede Plattform ist anders. Bei manchen stehen die Bilder im Vordergrund, manche sind auf 140 Zeichen beschränkt, wieder andere fordern vor allem Hashtags.
Aber es geht auch um den Inhalt an sich – auf Facebook sollten Ihre Posts denen ähneln, die die Freunde Ihrer Hörer geteilt haben. Wenn Sie einfach nur auf Ihre Website verlinken oder nur über sich selbst reden, das wird keinen interessieren.

Denken Sie doch mal an folgendes Beispiel: Ein Werbekunde kommt zu Ihnen und hätte gerne 10 Minuten on-Air, um mit dem Moderator über seine Produkte zu reden. Und dann will er noch ein Gewinnspiel mit drei Fragen zu seiner Firma.

Solche Werbekunden haben kein Interesse an authentischen Inhalten auf unserer Plattform, dem Radio. Und Sie wissen eigentlich auch, dass diese Art von Beitrag keine Hörer erreicht. Den gleichen Fehler begehen Sie, wenn Sie sich nicht um authentische Inhalte für die Social Media-Plattformen bemühen.

Für mich gibt es drei Gründe, warum es schlecht ist, nicht authentisch zu sein!

1. Die Hörererwartungen werden nicht erfüllt

Wenn es sich nicht in das Gesamtbild einfügt, wird sich das Publikum nicht angesprochen fühlen. Denn jede Plattform erfüllt ein anderes Bedürfnis. Auf Facebook sieht man, was die engen Kontakte so interessiert. Auf LinkedIn kann man Neuigkeiten aus der Arbeitswelt verfolgen. Auf Instagram genießt man einfach das Visuelle. Auf Snapchat erhält man „echte Einblicke“ in das Leben seiner Freunde. Und man kann chatten.

Das eine Netzwerk ist eher künstlerisch, das eine ist eher serviceorientiert. Und das andere wird hauptsächlich zum Nachrichtenversenden genutzt. Und wenn Ihr Content nicht passt, dann wird er von Ihrem Publikum auch nicht als relevant angesehen. Eher fällt er negativ auf und wird ignoriert.

Und dann beginnt die Kettenreaktion. Denn wenn Ihre Inhalte ignoriert werden, dann werden sie auch von den Algorithmen, die bestimmen wer was zu sehen bekommt, ignoriert. Auf Facebook kann man Ihren Beitrag dann nur noch auf Ihrem Profil sehen. Aber wann sind Sie zum letzten Mal direkt auf ein Profil gegangen ohne einfach nur wissen zu wollen, wie dort die Social Media-Arbeit aussieht?

Der Content hat das falsche Format.

Das kann auch der Grund dafür sein, dass bestimmte Inhalte nicht in Timelines auftauchen. Facebook mag es zum Beispiel nicht, wenn man auf YouTube-Videos verlinkt, weil sie die Leute auf ihrer Plattform halten wollen. Deshalb sollte man seinen Inhalt eher als Facebook-Video hochladen.

Instagram steht ganz offensichtlich für Bilder, ist also eher experimentell angehaucht. Auf Pinterest gibt es vor allem professionelle Bilder. Aber was wirklich essentiell ist, ist die richtige Kombination aus Text, Bildern und Video zu treffen.
Wenn Sie verstehen, was und was nicht auf den verschiedenen Plattformen funktioniert, dann ist es auch einfacher für Sie, Ihre Inhalte da zu platzieren, wo Sie sie haben wollen, nämlich vor den Augen und Ohren Ihrer Zielgruppe.

Die Tonalität Ihrer Marke passt nicht

Dieser Punkt ist tricky. Denn normalerweise benehmen Sie sich auf einem Kindergeburtstag auch anders als auf einer Cocktailparty. Die Sprache, die Sie benutzen ist nicht die gleiche. Sie müssen genau wissen, was sich Leute von den verschiedenen Plattformen erwarten und sich auch daran halten. Es handelt sich zwar immer noch um die gleiche Marke, aber um eine andere Tonalität. Und das hat wiederum mit den Erwartungen des Publikums zu tun.