Sucht man die besten Fisch Restaurants in Hamburg, dann kommt in der Ergebnisliste unter den Top 5 ein Restaurant, bei dem ich lange nicht mehr gewesen bin. Also dachte ich mir, da muss ich mal wieder hin. Wenn man den Bewertungen im Internet glauben kann, hat das Restaurant einen sehr guten Ruf.

Vor 2 Wochen hat mich unser Geschäftsführer besucht und wir waren dort. Ich wollte ihm etwas Besonderes zeigen.

Was für eine Enttäuschung. Das Ambiente ist in Ordnung, aber der Service war chaotisch und das Essen war kein Highlight. Die Portionen übersichtlich. Der Preis hingegen war übertrieben hoch. Als Kunde denke ich mir also. Das war ok, aber ich sehe jetzt keinen wirklichen Grund, dort wieder hinzugehen.

Das Restaurant hatte einfach keine Seele.

Es ist einfach das zu tun, was wir schon immer getan haben. An den Dingen zu arbeiten, die ja eh gut laufen. An der Morning Show, dem Afternoon Drive oder der Musik Rotation.

Wir sagen uns also, dass wenn wir uns auf die Stärken fokussieren, dann werden wir auch in der Zukunft erfolgreich sein. Wir denken also in erster Linie an die Dinge, die gut funktionieren. Selbstbestätigung, damit wir uns in Sicherheit wiegen können.

Doch diese Schweigsamkeit, mit der wir unsere Schwächen beobachten ist eine Gefahr. Die Gefahr, die Möglichkeiten nicht zu sehen, mit denen wir unser Produkt verbessern können.

Vor ein paar Monaten habe ich mit einem Top Chef aus Amsterdam gesprochen. Er besitzt ein wunderbares Restaurant, welches sich immer wieder neu erfindet.

Er sagte mir, dass er sich bei neuen Gerichten immer wieder fragt: “Was fehlt hier eigentlich noch?” Obwohl das Gericht für die meisten von uns als durchaus hervorragend bewertet werden würde. Er stellt damit seinen Kunden in den Vordergrund. Er arbeitet kontinuierlich daran, sich und das was auf den Teller kommt, zu verbessern.

Und nicht nur der Chef eines Restaurants, sondern auch wir müssen uns diese Frage immer wieder stellen.

Um zu verstehen, was eigentlich noch fehlt müssen wir uns Gedanken machen. Gedanken darüber, was im Leben unserer Kunden noch fehlt oder wie unsere Kunden unser Produkt ANDERS wahrnehmen können. Sind wir am Ende des Tages ein Produkt, dass die Lebenswirklichkeit unserer Kunden tatsächlich reflektiert? Sind wir alltagstauglich?

Diese neuen Ideen werden wir nur finden, wenn wir Fragen beantworten, die bisher nicht gestellt worden sind.

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